Am Anfang stand da nur ein Wunsch. Ein kleiner Wunsch der GS-SMV. Nachdem Mini-Augsburg nämlich dieses Schuljahr pausiert, wollten die Grundschüler trotzdem irgendetwas „Aufregendes“ haben und so kam es, dass die SMV Herrn Maier bat, eine Länderwoche als Projektwoche auszurichten. Was sich anfangs als „nicht aufwendig“ anhörte, entpuppte sich dann aber schnell zu einer großen Sache, denn… wenn die Firn etwas machen will, dann aber richtig.
Zunächst legte das Kollegium fest, wer denn überhaupt mit seiner Klasse mitmachen wollte. Dabei sollten die Schülerinnen und Schüler selbst entscheiden dürfen und mehrheitlich in der Klasse abstimmen. Letzten Endes nahm die gesamte Grundschule (bis auf die 2b), die Klassen 5a und 5gt sowie die Klasse 7a an der Länderwoche teil. Dann suchten die betreffenden Lehrerinnern und Lehrer die Länder aus, die sie vorstellen wollten. Zusammen kam eine bunte Mischung. Es gab die „typischen“ Länder wie Frankreich, USA, Spanien und England. Dann die asiatischen Länder wie Thailand, Japan, Südkorea und Taiwan, aber auch Exoten wie Irland, Curacao, Brasilien und der Vatikanstaat. Zwei Wochen vor der Länderwoche dürften die teilnehmenden Kinder jede Pause sich in ihrem extra angefertigten Reisepass in ein Land eintragen, welches sie an dem betreffenden Wochentag besuchen wollten. Auch wenn einige Schüler zunächst dachten, wir würden tatsächlich in dieser Woche in die Länder fliegen, war die Enttäuschung dann doch nicht zu groß, denn eine Projektwoche ist eben mal etwas anderes als Unterricht.
Vom 20. bis 24. Juli fand dann die Länderwoche statt. Jeden Morgen betraten die Kinder für 4 Schulstunden ein anderes Land. Wer seinen Reisepass verloren hatte und nicht mehr wusste, wohin er reisen würde, wurde von Frau Resch im „Internationalen Zuteilungsbüro“ in ein Land verfrachtet. Und wer anfangs Sorge hatte, dass diese gemischten Gruppen nicht einfach werden würden, merkte schnell, dass sich unsere Kinder super unterstützten und miteinander arbeiteten. Die Großen halfen den Kleinen, so dass auch die Erstklässler mit Spaß daran teilnehmen konnten. Was in den einzelnen Ländern angeboten wurde, war vielfältig. Es wurden Speisen und Getränke zubereitet (Cocktails, Salate, Bubble Tee). Es wurden Informationen über die jeweiligen Länder vermittelt, getanzt (Südkorea legte besonders viel Wert auf den KPop Demon Hunter- Tanz), gebastelt und gemalt. Einfache Grundkenntnisse in der jeweiligen Landessprache wurden vermittelt. Man lernte, seinen Namen auf Japanisch oder Koreanisch zu schreiben, konnte sich vorstellen und erhielt Einblicke in Fremdsprachen. Ein besonders ehrgeiziges Projekt verfolgte der Vatikanstaat, der den Petersdom aus Lego nachbaute. Diese Aktion wird in der letzten Schulwoche noch fortgeführt, da der Petersdom aus zu vielen Lego-Teilen besteht. In vielen Ländern gab es eine Arbeitsmappe, so dass man am Ende ein buntes Buch mit allen besuchten Ländern zusammenstellen konnte. Die Länderwoche war anstrengend, aber hat auch richtig Spaß gemacht. Wir hoffen sehr, dass wir diese Projektwoche in Zukunft noch einmal anbieten können, denn es gibt so viele schöne Länder, die wir noch nicht kennen. L.Lamprecht
































